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Bildquelle: SIGNAL IDUNA Park (signal-iduna-park.de)

38 Fanvereinigungen inkl. Ultragruppierungen bleiben fern 1.757 vom 14.01.2018, 10:30 Uhr


Südtribüne Dortmund boykottiert Montagsspiel

vom 14.01.2018, 10:30 Uhr

Am Freitag verkündete das Bündnis der Südtribüne Dortmund, das Heimspiel am Montagabend (26.02.2018) gegen den FC Augsburg zu boykottieren. An dem Boykott beteiligen sich mindestens 38 Fanvereinigungen inkl. Ultragruppierungen. 

»Schweren Herzens, aber aus Überzeugung, haben wir uns dazu entschlossen, dem Spiel gegen den FC Augsburg fernzubleiben und unsere Karten an diesem Tag verfallen zu lassen. Zahlreiche Gruppen und Fanclubs, die seit vielen Jahren bei jedem Heimspiel des BVB im Westfalenstadion anwesend sind, werden das Montagsspiel nicht besuchen. Diese Entscheidung richtet sich in keiner Weise gegen die Mannschaft. Vielmehr können und wollen wir Bundesligaspiele an Montagen nicht akzeptieren!« heißt es in der Stellungnahme

Protest an Montagsspielen | Bild: imago

Die Zerstückelung der Spieltage, insbesondere die Ansetzung von Montagsspielen, wurde in letzter Zeit oft von Fanbündnissen oder der aktiven Fanszenen kritisiert und trug zuletzt auch zum "Krieg dem DFB"-Protest bei. Der auf den Protest folgende Dialog zwischen DFB und Fanszene behandelte zwar dieses Thema und die aktiven Fans stellten daraufhin die klare Forderung auf Montagsspiele zu verzichten, (bisher) jedoch ohne Erfolg. 

In dieser Saison finden in der Bundesliga erstmals fünf Montagsspiele statt. In der zweiten Bundesliga sind Montagsspiele bereits seit einigen Jahren trauriger Alltag. Dortmund und Augsburg trennen knapp 600km. Eine Anreise, die für berufstägige Gästefans kaum möglich ist und selbst Heimfans vor Herausforderungen stellt. Die offizielle Begründung lautet, man benötige Ausweichtermine für die Europapokalteilnehmer, doch wird schnell klar, dass es einzig und allein um die Vermarktung und die Erhöhung der TV-Einnahmen geht. 

»Das Bündnis SÜDTRIBÜNE DORTMUND hat sich mehrfach an den bundesweiten Protesten gegen die Einführung von Montagsspielen in der Bundesliga beteiligt. Nun ist für uns der Punkt erreicht, an dem die Grenze des Hinnehmbaren endgültig überschritten ist und wir die irrwitzige Entwicklung der Anstoßzeiten nicht mehr mitmachen!« begründet das Bündnis weiter. 

Offen bleibt, wie viele Fans sich dem Boykott anschließen. Erste Unterstützungen gab es vom Weltmeister und Ex-BVB-Profi Kevin Großkreutz, der den Protest-Aufruf via sozialer Medien unterstützt. Das griffige Druckmittel der Fans ist die weitreichende Aufmerksamkeit. Denn der mögliche Imageschaden einer leeren "gelben Wand", die international als eines der Aushängeschilder für den deutschen Fußball gilt, ist groß. Allerdings nur dann, wenn sich die gesamte Südtribüne an dem Protest beteiligt und sich der stimmungsverwöhnte TV-Zuschauer von leeren Rängen nicht mehr so unterhalten fühlt. 

Dem Verein wird der Protest kaum finanziellem Schaden zufügen, da die Südtribünentickets seit Jahrzehnten in Dauerkartenhand sind. Einzig allein die Bierfässer dürften voll bleiben. Die Südtribüne Dortmund hinterlässt in ihrem Protestaufruf aber auch Kritik am eigenen Verein: »Vor allem die Vereine haben auf Spiele am Montag gedrängt, ohne dabei Rücksicht auf die Interessen ihrer Fans zu nehmen. Auch der BVB stellt hier leider keine Ausnahme dar. Wenn neue Geldquellen winken, wird die Verantwortung gegenüber der eigenen Anhängerschaft offenbar gerne vergessen«. 

Bildquelle Titelbild: SIGNAL IDUNA Park (signal-iduna-park.de)

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