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Stuttgart vs. Karlsruhe 7.836 vom 19.11.2019, 13:07 Uhr


Baden-Württemberg Derby wirft seine Schatten voraus

vom 19.11.2019, 13:07 Uhr

Das Baden-Württemberg - Derby wirft seine Schatten voraus. Im Vorfeld des Derbys zwischen dem VfB Stuttgart und dem Karlsruher SC wurden bereits zahlreiche "Sicherheitsmaßnahmen" verkündet. So wird es im Stadion ein Alkoholverbot und eine strikte Fantrennung geben. Im Heimbereich ist das Tragen von Gästekleidung untersagt. 

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Aufgrund der Vorfälle beim Derby 2017 wurden die KSC-Fans vom VfB Stuttgart mit zahlreichen Einschränkungen belegt. Den Gästefans wurden keine Fahnen, Doppelhalter, Spruchbänder und keine Choreo genehmigt. So dürfen KSC-Fans lediglich je drei Trommeln und Megafone sowie Zaunfahnen mitnehmen.

Karlsruhe in Stuttgart | Bildquelle www.ultra1894.de

Darüber hinaus wurde das Gästekontingent auf 3.750 Tickets reduziert, um neben dem Gästeblock Pufferzonen einzurichten. Beim Derby am 09. April 2017 wurden landeten zahlreiche Leuchtspuren auf dem Spielfeld, weshalb das Derby für rund 15 Minuten unterbrochen werden musste und angeblich kurz vor einem Abbruch stand. 

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Vor dem Derby am Sonntag gab es auch schon erste Provokationen seitens der Stuttgarter. So wurden zwei Karlsruher Straßenbahnen von den Ultrà-Gruppierungen Commando Cannstatt und Schwabensturm mit "Anit KSC" - Graffitis besprüht. 

Das Commando Cannstatt mit einem Whole-Car-Graffiti | Bildquelle Twitter
Auch der Schwabensturm brachte ein Graffiti auf einer Karlsruher Straßenbahn an | Bildquelle Twitter

So entstand die Rivalität zwischen Baden und Württemberg: 

Die Rivalität zwischen Baden und Schwaben geht zurück ins Jahre 1806: Während Württemberg von Kaiser Napoleon zum Königreich erhoben wurde, blieb Baden lediglich Großherzogtum. Die aus Missgunst und Neid entstandene Rivalität entwickelte im Jahre 1912 weiter, als der VfB Stuttgart den Vorgängerverein des KSC schlug und in die 1. Liga aufstieg.

Karlsruhe Choreo beim Derby 2016 | Bildquelle www.ultra1894.de

Auch bei der Gründung des Bundeslandes Baden-Württemberg (1952) fühlten sich die Badener benachteiligt, da die beiden Regionen zu einem Bundesland zusammengeführt wurden. In den 70-iger Jahren wurde die Rivalität zwischen beiden Fanlager noch mehr verschärft, da man bei den Derbys regelmäßig der Platz stürmte. Die Stuttgarter im Wildpark und die Karlsruher im Neckarstadion.

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In den 90-iger Jahren eskalierte ein Streit zwischen Winfried Schäfer und Christoph Daum, da die Erfolge des KSC auf europäischer Ebene nicht genug geschätzt wurden. Lange Zeit fühlten sich die Karlsruher von den Schwaben benachteiligt, da die Landeshauptstadt die besseren Autos baut und ein modernes Stadion besitzt, während der KSC im maroden Wildpark spielen musste.

Stuttgart Choreo beim Derby 2017 | Bildquelle Cannstatter Kurve

Die letzten Derbys haben die Situation weiter verschärft - sowohl auf dem Platz als auch auf den Rängen wurden hitzige Duelle geführt. Am Sonntag geht das Derby also in die nächste Runde.

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Neckarstadion

Zuschauer: 60.449
Gästekapazität: 6.000
Stehplätze: 11.225 (Anteil: 18.5%)


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