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Boycott Qatar 2022 511 vom 18.11.2022, 18:05 Uhr


10 Gründe, die WM 2022 in Qatar zu boykottieren

vom 18.11.2022, 18:05 Uhr

Grund 5: Arbeitsbedingungen und Menschenrechte

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1860 München Protest gegen Qatar | Bildquelle www.muenchner-loewen.de

Qatar besitzt nach Angaben der UN die höchste Quote von Arbeitsmigranten. Diese stammen meist aus zu meist ärmeren Ländern wie Bangladesch, Indien, Nepal, Philippinen und Pakistan. Die Arbeits- und Lebenssituation vieler Gastarbeiter aus Süd- und Südostasien und Afrika ist oft menschenunwürdig und führen häufig zu moderner Sklaverei. Bis zu den Reformen erlaubte das sogenannte Kafala-System den Firmen, ihren Angestellten den Wechsel des Arbeitgebers oder das Verlassen des Landes zu verbieten. 

Insbesondere die im Sommer herrschende Temperaturen um 50 °C führten in den vergangenen Jahren zu Tausenden Todesfällen und Arbeitsunfällen, welche auf die brutalen Arbeitsbedingungen auf den Baustellen zurückzuführen sind. Wie viele Gastarbeiter insgesamt umgekommen sind, könne nicht genau beziffert werden, da behördlicherseits vor Ort niemand die Todesfälle unter den Arbeitsmigranten aus Pakistan, Sri Lanka, Bangladesch, den Philippinen und weiteren Ländern Südostasiens erfasst habe. Nach im Februar 2021 erschienenen Recherchen des Guardian starben seit der Entscheidung über den Austragungsort der Fußballweltmeisterschaft 2022 (d. h. im Zeitraum von 2011 bis Herbst 2020) mindestens 6750 Arbeitsmigranten aus Indien, Bangladesch, Nepal, Pakistan und Sri Lanka in Katar.  Amnesty International veröffentlichte im August 2021 einen Bericht, dass 15.000 Nicht-Kataris in Qatar zwischen 2010 und 2019 gestorben sind, wobei 70 % der Fälle nicht richtig aufgeklärt wurden. Es ist allerdings nicht bekannt, wie viele dieser Todesfälle im Zusammenhang mit dem Bau von WM-Infrastrukturprojekten standen.

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Bildquelle Titelbild: SIGNAL IDUNA Park (signal-iduna-park.de)

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