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DFL-Mitgliederversammlung 18.839 vom 25.05.2023, 11:23 Uhr


DFL: Bundesliga Vereine stimmen gegen Investoren Einstieg

vom 25.05.2023, 11:23 Uhr

DFL-Plan gescheitert: Die Profi-Klubs haben sich am Mittwoch bei der Mitgliederversammlung der 36 Erst- und Zweitligisten nicht für einen Investoren-Einstieg verständigen können. Die Pläne der DFL-Führung rund die Interimsgeschäftsführer Oliver Leki (SC Freiburg) und Axel Hellmann (Eintracht Frankfurt) sowie Aufsichtsratschef Hans-Joachim Watzke (Borussia Dortmund) fanden nicht die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit von 24 Ja-Stimmen.

Insgesamt stimmten 20 Vereine für den Antrag, 11 Klubs stimmten dagegen, fünf Vereine enthielten sich. Auf Antrag des VfL Bochum wurde geheim abgestimmt, ob die Suche nach einem Investor für die DFL fortgesetzt wird. Da das Abstimmungsverhalten nicht transparent veröffentlicht wurde, stellen wir hier die (bekannten) Positionen der unterschiedlichen Vereine da. 

Protest der gelben Wand gegen einen Investoren-Einstieg in die DFL | Bildquelle www.schwatzgelb.de

Bekannt ist, dass neben den Top-Klubs Dortmund und Bayern auch Freiburg, Frankfurt, Gladbach, Bremen, Union Berlin und Düsseldorf für den Antrag gestimmt haben. Es ist davon ausgzugehen, dass auch der VfL Bochum für die DFL-Pläne gestimmt hat. Besonders auffällig dabei ist, dass dort inbesondere Vereine vertreten sind, die sich in der Regel in der oberen Tabellenhälfte wiederfinden. Darüber hinaus scheinen auch jene Vereine dafür gestimmt zu haben, die in den vergangenen Jahren über ihren Möglichkeiten gespielt haben und als Zweitligist vermutlich gegen den Einstieg gestimmt hätten.

Während die DFL-Spitze die Abstimmung als "Niederlage der Zentralvermarktung" bezeichnete machten in Anschluss mehrere Vereine ihre Ablehnung öffentlich. Beispielsweise der VfB Stuttgart teilte mit, dass der Verkauf von Anteilen an den TV-Rechten nicht zu einer Zementierung einer Verteilungslogik führen dürfe, die "den Interessen der großen Traditionsclubs und ihrer Fans wiederspricht und die wirtschaftliche Schere zwischen den Clubs weiter öffnet, statt sie zu schließen". Als VfB Stuttgart wünsche man sich grundsätzlich ein nachhaltiges und gesundes Wachstum des deutschen Profifußballs.

Köln-Plakat gegen DFL-Investor | Bildquelle www.coloniacs-ultra.com

Auch der FC Schalke 04 machte im Nachgang öffentlich, gegen die DFL-Pläne gestimmt zu haben. Derzeit gäbe es zu viele offene Fragen im Bezug auf Business Plan, Neubesetzung der Geschäftsführung und dem Verteilungsmechanismus. Schalke 04 fordert insbesondere im Hinblick auf die Verteilung der TV-Gelder auf eine Neuregelung: "Gerade die fanstarken Clubs, die über den sportlichen Erfolg hinaus zur Attraktivität beitragen, sollten bei der Verteilung stärker berücksichtigt werden. Eine Verteilung, die sich zu stark am sportlichen Erfolg orientiert, führt nicht zu einer Maximierung der Attraktivität der Bundesliga. Darum konnten wir dem Antrag heute nicht zustimmen", wurde der Vorsitzende Bernd Schröder in einer Mitteilung des Revierclubs zitiert.

Der DFL-Plan sah vor, dass die nationalen und internationalen Medienrechte in eine Tochtergesellschaft ausgelagert werden sollten. Ein möglicher Investor sollte dann 12,5 Prozent für eine Laufzeit von 20 Jahren an dem neuen Unternehmen erwerben. Durch den Erlös sollten 40% in die zentrale (internationale) Vermarktung und Digitalisierung der DFL fließen, die anderen 60% sollten gemäß des üblichen TV-Schlüssels an die 36 Profivereine ausgeschüttet werden. 

Das Abstimmungsverhalten der Bundesligisten

Dafür: u.a. Dortmund, Bayern, Leipzig, Bremen, Union Berlin, Frankfurt, Freiburg, Fortuna

Dagegen: u.a. Köln, St. Pauli, Stuttgart, Schalke, Karlsruhe, Augsburg, Rostock, Magdeburg, (Hamburg) 

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