Das DFB-Sportgericht hat Hertha BSC wegen des "unsportlichen Verhaltens" seiner Fans in zwei Fällen mit einer Geldstrafe in Höhe von 152.000€ belegt. Zudem werden Dynamo Dresden und Hertha BSC folgende Auflagen für die nächsten beiden Aufeinandertreffen erteilt: die Vereine haben ein gemeinsames Sicherheitskonzept zu erstellen, dürfen jeweils nur die Hälfte des zulässigen Kartenkontingents für den Gastverein abgeben. Zudem müssen die Gästetickets zwingend personalisiert und 30 eigene Ordner bei den Auswärtsspielen einsetzen. Beim Auswärtsspiel in Dresden hatten die mitgereisten Hertha-Fans zu Spielbeginn mindestens 30 pyrotechnische Gegenstände sowie mindestens fünf Feuerwerksbatterien entzündet. Bereits zu Spielbeginn war durch Berliner Anhänger ein Loch in die Plexiglas-Begrenzung zwischen Stehplatz- und Sitzplatzbereich des Gästebereichs geschlagen worden, sodass ein Wechsel zwischen dem Stehplatzbereich und dem weniger gesicherten Sitzplatzbereich ermöglicht wurde. In der 19. Spielminute dann begaben sich Anhänger von Hertha BSC in den Innenraum vor den Auswärtsblock sowie in einen benachbarten Block, in dem sich überwiegend Anhänger von Dynamo Dresden aufhielten. Dabei kam es zu erheblichen körperlichen Auseinandersetzungen zwischen Berliner und Dresdner Anhängern sowie Mitarbeitern des Sicherheits- und Ordnungsdienstes. Infolgedessen stürmten rund 60 SGD-Fans den Rasen und warfen
Pyrotechnik in Richtung der Hertha-Fans. Berliner Anhänger warfen aus dem Gästebereich und aus dem Innenraum davor mindestens elf pyrotechnische Gegenstände gezielt in Richtung der Dresdner Anhänger, teils in benachbarte Blöcke sowie vornehmlich auf die sich im Innenraum befindlichen Dresdner Anhänger. Erst durch das Eingreifen zahlreicher Polizeikräfte liefen die Dresdner Anhänger zurück zum "K-Block". Einige Berliner Anhänger begaben sich teils im Zuge der Auseinandersetzung mit den Dresdner Anhängern zurück in den Gästeblock. Erst während des Eingreifens zahlreicher Polizeikräfte begaben sich auch die restlichen Berliner Anhänger zurück in den Gästeblock. Das Spiel war aufgrund der Vorfälle durch den Schiedsrichter unterbrochen worden und konnte erst nach 19 Minuten Unterbrechung erneut angepfiffen und fortgesetzt werden. Insgesamt wurden mindestens 17 Personen verletzt. Der Verein kann von der Strafe bis zu 50.500€ für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden.