Das DFB-Sportgericht hat den 1. FC Magdeburg wegen des unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger zu einer Geldstrafe in Höhe von 186.600€ sowie zu einem teilweisen Zuschauerausschluss verurteilt. Beim Heimspiel gegen Dynamo Dresden wurden kurz vor Anpfiff im Rahmen einer Choreografie mindestens 160 Bengalische Feuer gezündet, was zu einer Anstoßverzögerung von drei Minuten führte. Zudem brannten in der 29. Minute zwei weitere pyrotechnische Gegenstände und eine Minute später ein Nebeltopf. Darüber hinaus kam es im Umlauf unterhalb der Nordtribüne zu massiven Angriffen auf Polizeikräfte: Aus einer größeren Gruppe Magdeburger Anhänger heraus wurden Einsatzkräfte mit Steinen, Flaschen, Absperrgittern, Müllcontainern,
Pyrotechnik, einem Gullydeckel und Gehwegplatten attackiert. Dabei wurden mindestens 70 Beamte verletzt, 17 von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Neben der Geldstrafe muss die Nordtribüne (Blöcke N3 bis N6) bei zwei Heimspielen geschlossen bleiben, wobei die Vollstreckung für das zweite Spiel bis zum 30. Juni 2027 zur Bewährung ausgesetzt wird. Der Verein kann bis zu 62.200€ der Strafe für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden.