Das DFB-Sportgericht hat den FC Hansa Rostock wegen des Fehlverhaltens seiner Fans mit einer Geldstrafe in Höhe von 150.000€ und mehreren Auflagen belegt. In der Hinrunde der kommenden Saison muss der FC Hansa zu Auswärtsspielen mindestens sechs eigene Ordner insbesondere zum Schutz der sanitären Anlagen mitnehmen. Diese Vorgabe gilt für alle Liga- und Pokalspiele beim FC St. Pauli sogar bis Ende der Spielzeit 2024/2025, ebenso wie die Auflage, dass Eintrittskarten für alle Liga- und Pokalspiele auf St. Pauli bis dahin nur an Rostocker Vereinsmitglieder im Einzelverkauf abgegeben werden dürfen. Vor und während des Spiels am 26. Februar 2023 hatten Rostocker Zuschauer eine große Menge an
Pyrotechnik gezündet und etliche Raketen sowie Leuchtkugeln abgeschossen, von denen die meisten auf den Tribünen und auf dem Rasen teils in der Nähe sich dort befindlicher Spieler landeten. Dadurch konnte die erste Halbzeit erst mit eineinhalb Minuten Verspätung und die zweite Halbzeit erst mit fünfeinhalb Minuten Verspätung angepfiffen werden. Darüber hinaus hatten Rostocker Anhänger die beiden Toilettenanlagen im Gästebereich fast vollständig zerstört und dort zwei Brände gelegt. Zudem warfen sie Keramikteile aus den Toiletten auf Ordner und in einen angrenzenden Heimblock. Ein Ordner musste daraufhin mit einer Platzwunde ins Krankenhaus gebracht werden, während ein heimischer Fan von einem Böller an der Schulter verletzt wurde. Der FC Hansa kann von der Strafe bis zu 50.000€ für sicherheitstechnische oder infrastrukturelle Maßnahmen verwenden.