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Übergangslösung vorgestellt 13.699 vom 29.04.2018, 16:05 Uhr


DFB blamiert sich mit Regionalliga-Reform

vom 29.04.2018, 16:05 Uhr

Im Rahmen des außerordentlichen DFB-Bundestags (8. Dezember) hat der DFB die kommenden zwei Spielzeiten (2018/19 und 2019/20) eine Übergangslösung für den Aufstiegsmodus in die 3. Liga vorgestellt.  Die 21 Landesverbände haben sich auf folgende Lösung geeinigt: Die fünfgleißige Regionalliga bleibt in ihrer jetzigen Form bis zum Jahr 2020 bestehen. 

Künftig wird es vier Absteiger aus der 3. Liga geben - aus den fünf Meistern werden vier Aufsteiger ermittelt. Welcher Meister in den kommenden beiden Saisons direkt aufsteigen, wurde nun ausgelost:

Saison 2018/19: Direkter Aufsteiger: Die Meister der Regionalliga Südwest, Regionalliga Nordost und der Regionalliga West. Der vierte Aufsteiger wird in den Play-Offs (Hin - und Rückspiel) zwischen den Meistern der Regionalliga Nord und der Regionalliga Bayern ermittelt. 

Saison 2019/20: Direkter Aufsteiger: Meister der Staffel Südwest, Regionalliga Nord und der Regionalliga Bayern. Die Meister der Regionalliga Nordost und der Regionalliga West spielen in den Play-Offs den vierten Aufsteiger aus.

In der Übergangszeit soll eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Peter Frymuth ein Modell entwickeln, das eine viergleißige Regionalliga vorsieht und bei dem alle Meister direkt in die 3. Liga aufsteigen würden. Dieser Vorschlag soll beim ordentlichen DFB-Bundestag 2019 verabschiedet werden. 

Ultras Regensburg kritisieren Aufstiegsregelung

Ultras Regensburg kritisieren Aufstiegsregelung | Bildquelle: www.ultras-regensburg.de

Während der DFB die Übergangslösung als "Verbesserung für die Regionalligisten" verkauft, können der Sport und die Vereine mit diesem Modell immer noch nicht zufrieden sein. Es ist eine Farce, dass ein Aufsteiger durch Losentscheid ermittelt wird und die anderen Aufsteiger teils willkürlich festgelegt wurden. Dies hat nichts mit dem FairPlay-Gedanken des Sports zu tun. Während drei Meister Planungssicherheit für die kommende Saison haben, bleibt für die anderen beiden Meister die Ungewissheit, in welcher Liga man in der kommenden Saison spielen wird. Das Schlimmste ist jedoch, dass der DFB das Problem nicht lösen konnte und immer noch nicht alle Meister aufsteigen. 

Außerdem wirft die Verteilung der direkten Aufstiegsplätze Fragen auf: Warum hat die Regionalliga Südwest einen direkten Aufstiegsplatz erhalten? Warum hat die Regionalliga Nordost für die Saison 2018/19 den "Zuschlag" für den Aufstieg erhalten? Liegt es daran, dass Funktionäre des NOFV mit einer Klage gedroht hat? Hier zeigt sich wieder einmal, wie Verbandsarbeit "funktioniert" - die Funktionäre entscheiden im Eigeninteresse und nicht im Sinne des Sports.

Ganz nebenbei konnte der DFB so Kampfabstimmungen und heftige Debatten verhindern und so den Bau der DFB-Akademie für rund 150 Millionen Euro und den Grundlagenvertrag zwischen DFB und DFL durchdrücken. 

 

Bildquelle Titelbild: Frank Dehlis

Kommentare (Kommentar schreiben)
Mario am 13.05.2018 23:31 Uhr:
Die RL SW hat einen fixen Aufstiegsplatz für beide Jahre erhalten, weil man auf den zweiten Teilnehmer, der ihr zusteht verzichtet.
Dass die RL NO im ersten Jahr einen fixen Aufstiegsplatz erhält, war rein (medien)politisch und alle Medien fallen darauf rein. Denn es ändert sich nichts daran, dass die anderen 4 RL ausser der RL SW in einem Jahr einen direkten Aufsteiger erhalten und im anderen Jahr Relegation spielen müssen.


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